Infrarotkabinen

Auf der Suche nach der „richtigen“ Infrarotkabine

Seitdem Infrarotkabinen angeboten werden, ist die Verwirrung perfekt. Kaum noch ein Kunde findet sich in dem Wirrwarr von Fachbegriffen und unterschiedlichen Werbeaussagen zurecht. Entsprechend groß ist die Unsicherheit dabei, nach welchen Kriterien man das Passende auswählen soll.

Die Mühe lohnt sich, das Thema gut informiert anzupacken. Schließlich ist eine Infrarot-Wärmekabine keine kleine Investition und sie soll Ihnen langfristig Nutzen bringen und Gesundheit spenden.

In folgender Einführung wollen wir Sie sachlich und Schritt für Schritt über das informieren, was Sie unbedingt wissen sollten, bevor Sie losziehen um eine Infrarotkabine zu kaufen.

Ein besonderes Schnäppchen kann sich schnell als teuere Fehlinvestition entpuppen – machen Sie es besser!

Wozu brauchen Sie eigentlich eine Infrarot-Wärmekabine?

Beginnen Sie Ihre Suche mit der Frage, welchen Zweck eine Infrarot-Wärmekabine für Sie ganz persönlich erfüllen soll?

Die Antwort ist eine sehr wichtige Grundlage für die richtige Auswahl des passenden Infrarotkabine, praktisch der Schlüssel zum geeigneten Infrarot-Strahler-System. Denn darin liegen die wesentlichen Unterschiede, wie sie weiter unten erfahren werden.

Was erwarten Sie also von einer Infrarotkabine?

Mögliche Antworten können sein:

  • allgemeine Entspannung und Erholung
  • Abhärtung durch Stärkung des Immunsystems
  • Fitness und Steigerung der Leistungsfähigkeit
  • Muskelerwärmung und Entspannung beim Sport
  • Linderung bei akuten und chronischen Beschwerden
  • usw.

Warum wirkt Infrarotstrahlung unterschiedlich?

Beim Auftreffen auf die Haut löst die Infrarotstrahlung eine Wärmeempfindung aus. Sie wird deshalb im allgemeinen Sprachgebrauch auch als „Wärmestrahlung“ bezeichnet. Wir sind umgeben von natürlicher Wärmestrahlung, denn jeder Körper im physikalischen Sinne strahlt Infrarotstrahlung ab. Wenn sie unter unserer Körpertemperatur von ca. 36,5°C liegt, empfinden wir sie als kühl bis kalt, darüber fühlt sie sich warm bzw. heiß an.

Um besser verstehen zu können wie Infrarotstrahlung wirkt, muss man wissen, dass die Infrarotstrahlen physikalisch in drei Bereiche unterteilt werden. Je nach Wellenlänge wird von A-, B- und C-Strahlung gesprochen. Analog dazu wirken die IR-Strahlungsbereiche A, B und C auch auf unseren Körper unterschiedlich. Und genau das ist der Schlüssel zum Verständnis!

Wo sich die Infrarotstrahlung in Wärme verwandelt

Beim Auftreffen auf die Haut verwandelt sich Infrarotstrahlung in Wärmeenergie. Bei den einzelnen Strahlungsbereichen passiert das in unterschiedlicher Hauttiefe:

  • Infrarot-A bei ca. 5 mm
  • Infrarot-B bei ca. 1-2 mm
  • Infrarot-C an der Hautoberfläche

Für Art und Intensität von Schweißbildung, Durchblutung und Wärmeverteilung im Körper sind diese geringen Abstände aber entscheidend und bestimmen die Art des Nutzens, den Ihr Körper davon hat.

Infrarot Eindringtiefe

A, B und C – nicht gleich, aber gleich gut!

Damit Sie auf unserer Website schnell erkennen können, welche Art von Strahlung in den einzelnen vorgestellten Kabinen zur Anwendung kommt, haben wir jedem der drei Strahlersysteme ein Sinnbild zugeordnet. Es soll Ihnen helfen, treffsicher die folgenden Informationen zuordnen zu können:

Infrarot-A

Infrarot ABC

Wie sich aus der Grafik oben entnehmen lässt, entfaltet IR-A seine Wärme im Unterhautgewebe, also unterhalb der Temperatur-Sinneszellen, die sich in der Lederhaut darüber befinden. Infrarot-A alleine wird daher ausschließlich medizinisch, ganz punktuell und unter Aufsicht angewendet, um ein unbemerktes Überhitzen zu vermeiden. In Infrarotkabinen kommt IR-A immer in Kombination mit IR-B und IR-C zum Einsatz – Infrarot-ABC-Strahler oder auch Tiefenwärmestrahler genannt. Man spürt dadurch die Wärmestrahlung und es wird sichergestellt, dass die Temperatur-Sinneszellen einen vor Überhitzung schützen.

Der Anteil von IR-A bewirkt, dass viel Wärme tief ins Gewebe gelangt und dort zu einer starken Durchblutung führt. Das ist insbesondere bei schmerzenden Körperbereichen sehr wünschenswert um Stoffwechselvorgänge anzuregen. Während das oberflächlichere IR-B und IR-C durch intensives Schwitzen schneller „weggekühlt“ wird, bringt der Infrarot-A eine sehr nachhaltige wohlige innere Erwärmung.

Natürliche Infrarot-A Quellen sind die Sonne, offenes Feuer und ganz allgemein alle sichtbaren Hitzequellen.

Infrarot-ABC-Strahler kann man sicher daran erkennen, dass sie ähnlich einer Infrarotlampe für Nebenhöhleninfekte dunkelrot bis blasgelb leuchten.

Empfehlenswert z. B. bei Rückenschmerzen, Muskelbeschwerden, Rheuma, Hautproblemen, Unterstützung beim Abnehmen, vor und nach dem Sport.

Besonders wenn man Linderung bei Beschwerden sucht, kann man die Anwendung vor dem Schwitzen beenden und ohne Abkühlung nachruhen. Das ist sehr kreislaufschonend und entspannend.

Infrarot-B

Infrarot BC

Die Infrarot-B-Strahlung schickt ihre Wärme bis in die Lederhaut. Sie wird am schnellsten und intensivsten wahrgenommen, weil sie sich unmittelbar bei den Temperatur-Sinneszellen ausbreitet. Die Erwärmung der bestrahlten Hautoberfläche ist intensiv, entsprechend schnell reagiert der Körper mit Hitzegefühl und Schweißbildung. Infrarot-B-Strahler für Wärmekabinen enthalten immer auch einen mehr oder weniger großen IR-C-Anteil.

Natürliche Infrarot-B Quellen sind z. B. heiße Ofenplatten und alle sehr heißen Hitzequellen, die aber noch dunkel bleiben und kein Licht abgeben.

Die empfehlenswerte Anwendung liegt zwischen IR-C und IR-A.

Wer seine Infrarotkabine in einem kalten Raum stehen hat und vor allem die Vorteile von IR-C nutzen möchte, sollte IR-B-Strahler wählen. Diese können den Wärmeverlust der kalten Umgebung besser ausgleichen.

Infrarot-C

Infrarot C

Der weitaus größte Strahlungsanteil von Wärme in unserer Umgebung ist die Infrarot-C-Strahlung. Wir selbst geben kontinuierlich Wärme ab, die zum IR-C Frequenzbereich gehört. Weil die abgestrahlte Wärme niedriger und somit die Energie geringer ist, müssen die Strahlungsflächen größer sein um ihre Wirkung entfalten zu können. Die Infrarot-C-Strahlung wird in Wärmekabinen deshalb meist von Flächenstrahlern erzeugt. Entsprechend großflächig wird der Körper bestrahlt. Die Strahlungstemperatur ist geringer und somit die Erwärmung der Hautoberfläche schonender.

Während Infrarot-A u. -B die Luft kaum erwärmen, heizt Infrarot-C die Kabinenluft schon mal bis auf ca. 65°C hoch. Weil die Wärme auf der Hautoberfläche entsteht, geht der Wärmeübergang auf den Körper langsamer. Zudem bindet der Schweiß viel Wärmeenergie, wodurch die Bestrahlung sehr mild ist und länger einwirken kann. Das Wärmebad in einer IR-C-Kabine ist einem Saunabad bei niederen Temperaturen sehr ähnlich.     

Dementsprechend sind auch die empfehlenswerten Anwendungsmöglichkeiten vergleichbar, wie z. B. Stärkung des Immunsystems, Training v. Herz u. Kreislauf, Stressabbau, Regeneration usw.

Wählen Sie nach Ihrem Bedarf

Wenn Sie sich die eingangs gestellte Frage beantwortet haben, wozu Sie eine Infrarotkabine benutzen möchten, ist es für Sie jetzt hoffentlich einfacher, gezielt die richtige Kabine zu finden, denn das eingebaute Strahler-System ist maßgeblich für die Erfüllung Ihrer Anforderung. Dort wo Sie nicht zwischen den drei Systemen auswählen können, sollten Sie vorsichtig sein bei Aussagen, die das einzig Angebotene als das Beste darstellen.

Das Beste ist das, was zu Ihrem Bedarf am besten passt!:

  • IR-C: Allgemeine Entspannung und Erholung
  • IR-C: Abhärtung durch Stärkung des Immunsystems
  • IR-C: Fitness und Steigerung der Leistungsfähigkeit
  • IR-ABC: Muskelerwärmung und Entspannung beim Sport
  • IR-ABC: Linderung bei akuten und chronischen Beschwerden
  • IR-B: Anstatt IR-C, wenn der Aufstellort sehr kühl ist.
  • IR-B: Als Alternative zwischen IR-C und IR-ABC
  • IR-C + IR-ABC: Eine Kombination die keine Wünsche offen lässt.

Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

Mit dem gerade erworbenen Grundwissen können Sie sich nun die Infrarotkabinen von Infraworld und Thera-Med ansehen!